Walter Gropius ist der Gründer der Kunstschule „Das Bauhaus“ und ist, zusammen mit Ludwig Mies van der Rohe einer der bedeutendsten Wegbereiter der modernen Architektur. Freie und angewandte Kunst sammelten sich in dieser Kunstschule. Gropius schuf eine einmalige und nie dagewesene Bildungsstätte, die von 1919 bis 1933 bestand. Seinen Beginn fand das Bauhaus in Weimar, einer bedeutenden und geschichtsträchtigen Stadt in Deutschland. Bis heute sind die Einflüsse dieser Zeit zu erkennen, und zwar im Inland, wie auch im Ausland.
Gropius musste sich, nach der Schließung der Schule nationalsozialistischen Angriffen ausgesetzt, erst nach England, später nach Amerika absetzen. Dort verstarb er im Jahr 1969. Er hatte noch lange an der Harvard Universität als Professor für Architektur gewirkt. Zu seinen Werken, die man heute noch sehen kann, gehören die Universität in Bagdad, die Porzellanfabrik Rosenthal, due Siedlung Siemensstadt in Berlin, aber auch das Stadttheater in Jena und das Denkmal der Märzgefallenen in Weimar.
Aus Kunstgewerbeschule und Kunstschule entstand das Bauhaus. Es wurde im Jahr 1919 im Henry van de Velde Haus eröffnet. Bereits sechs Jahre später erfolgte der Umzug nach Dessau, wo aber auch nicht lange verweilt werden konnte. 1932 wurde das Bauhaus nach Berlin verlegt; ein Jahr später wurde es geschlossen. Eine Industrialisierung und Normung des Bauwesens war eine Intention von Walter Gropius, bei deren Realisierung er aber manchmal auch zu weit ging und deshalb auch Kritik einstecken musste. Dennoch gelang mit dem Bauhaus als wegweisende Richtung eine Strömung in der Architektur, die Länder miteinander verband, aber auch einige Stilmerkmale setzte.

28 Apr