Impressionen sind Eindrücke, nach dem lateinischen Wort impressio. Der Impressionismus ist also eine Stilepoche, in der die Eindrücke besonders wichtig sind. Ausgehend von Frankreich erreichte diese Stilrichtung die ganze Welt. Nicht alles blieb, wie man es aus Paris mitbrachte; auch die heimischen Traditionen, die lokale Kultur nahm jeweils Einfluss auf die Werke, die es nicht nur aus der Malerei, sondern auch in der Literatur und in der Musik gab.

In der Malerei führte der Impressionismus auf direktem Weg zu der modernen Kunst, beziehungsweise ihrer abstrakten Kollegin. Es war politisch begründet, dass sich quasi das Zentrum des künstlerischen Denkens ab dem 17. Jahrhundert in Paris abspielte. Es gab einige spektakuläre Ereignisse: Die französische Revolution, der Umbau vom Königspalast zum Louvre, der Kunstraubzug Napoleons: all dies beeinflusste natürlich auch die bildgebende Kunst. Die Lebensweise im damals modernen Paris, das kulturelle Umfeld, das besondere Flair der französischen Hauptstadt machten den Impressionismus möglich.

Es gibt einige Merkmale des Impressionismus. So fühlten sich die Künstler nicht mehr verpflichtet, die alte Schule zu berücksichtigen. Weder inhaltlich noch in der Technik war man noch gebunden. Die Farbe drückte aus, was man sagen wollte, nicht das, was zu sehen war. An der frischen Luft, direkt vor dem Modell – Gebäude oder Mensch – so wurde jetzt gemalt. Das natürliche Licht spielte folglich eine übergeordnete Rolle in den Bildern aus dieser Zeit. Das gesamte Bild musste studiert werden, nicht mehr nur das, was da wie abfotografiert vor einem zu sehen werden; erst dann konnte man verstehen, was da abgebildet war. Neu war auch, die Farben nass-in-nass zu verarbeiten, statt auf der Palette zu mischen und abzuwarten, bis eine Farbschicht angetrocknet war. Es entstanden völlig neue, für die damalige Zeit außergewöhnliche und spektakuläre Bilder.

date29 Apr
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