Noch heute steht man vor den Bauwerken, die aus der Antike noch erhalten sind, und fragt sich, wie die Menschen dies ohne moderne Baugeräte schaffen konnten. Die Ideen alleine sind spektakulär. Die Prachtbauten mit ihren vielen, dicken und hohen Säulen, die Pyramiden und vieles mehr: Man hatte etwas auf dem Kasten, auch schon vor mehreren Tausend Jahren.
In Rom ist ein beachtliches Wasser- und Abwassersystem entstanden: Das Aquaedukt. Da haben sich schlaue Köpfe gefunden, die aus rein praktische Gründen Dinge erbauten, die eigentlich der Zeit weit voraus waren. Marmor wurde behauen, Thermen errichtet, die von Luxus und Macht zeugen, wie nichts anderes. Das Kolosseum in Rom, die Akropolis in Athen: Egal, ob Schauspielhaus oder Tempel: Alleine die Arbeitskraft, die hinter diesen Gebäuden steckt, ist des Ruhmes wert, den die Bauten heute noch haben.
Direkte Kunst gab es in der Antike noch nicht. Sicher schufen Menschen Skulpturen und Kunstwerke, die Beachtung verdienten. Allerdings gibt es auch in der heutigen Klassifizierung nicht wirklich eine Beschreibung, wie antike Kunst auszusehen hat. Werke aus dem Impressionismus, aus der naiven Malerei kann man zuordnen, die antike Kunst und Baukunst entzieht sich dieser Tatsache. Gerade über die Baukunst erfuhr man vieles über die Werke von Marcus Vitruvius Pollio, auch Vitruv genannt. Er stellte die Architektur über alle anderen Künste und hinterließ der Nachwelt das Werk der „Zehn Bücher über die Architektur“. Er selbst war Bauherr, Architekt und Theoretiker in diesen Bereichen. Für die Menschen von heute bleibt die Bewunderung, das Staunen, die Faszination über die gigantischen Bauten, die der Mensch schon vor langer Zeit geschaffen hat.

2 Mai