Künstler – das ist als Berufsbezeichnung ein weiter Begriff. Wer darf sich eigentlich Künstler nennen? Oder ist das eigentlich ein Titel, den man sich nicht selbst gibt, sondern den man zugeteilt bekommt? Ist man schon ein Künstler, wenn man zu Hause im Verborgenen ein wenig den bildenden Künsten nachgeht oder sich in der Musik versucht, ohne aber Konzerte zu geben? Möglicherweise wird man aber auch erst zum Künstler, wenn man mit seiner Kunst auch Geld verdient hat. Es lässt sich hier keine Grenze ziehen zwischen dem, was man selbst in sich sieht, und dem, was andere Menschen über die eigenen Werke denken.

Ein Künstler kann auch einfach nur kreativ in allen Belangen des Lebens sein. Er versteht es, seine Wohnung geschmackvoll einzurichten, alles aufeinander abzustimmen, aus verschiedenen Dingen eine Wohlfühloase zu schaffen. Dabei ist es die Kunst, Bilder auszusuchen, die zum Interieur passen und ähnliches.

Kunst ist es aber auch, sich in kreativen Stunden ganz mit sich selbst zu beschäftigen und beispielsweise die Gedanken auf ein Stück Papier zu bringen. Mit der Schreibmaschine oder der Tastatur vom Computer, in Form von Gedichten, Kurzgeschichten oder gar Romanen nennt man dies dann Literatur. Mit dem Pinsel, einem Bleistift, einem Malkasten oder der Palette mit Ölfarben ist es Malerei. Für die Menschen, die sich auf solch künstlerischer Ebene beschäftigen, kann es eine Rolle spielen, ob andere sie für einen Künstler halten – muss es aber nicht. Auch die Tatsache, ob man damit nun Geld verdient, ist von untergeordneter Wichtigkeit. Man sieht sich selbst als Künstler, was andere denken, ist egal. Wer nun im Endeffekt ein Künstler ist, lässt sich nicht genau bestimmen.

date18 Mai
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