Die alten Kulturen waren nicht nur im täglichen Leben, sondern auch im Bereich der Kunst weiter entwickelt, als man das heute annehmen möchte. In vielen Reportagen im Fernsehen kann man sehen, wie die Völker damals ihre Skulpturen schufen, welche phänomenalen Schmuckstücke und Bauten sie zu fertigen in der Lage waren und wie sie auch in der Malerei schon sehr weit entwickelt waren. Sicher fehlte es an der Technik, die man heute kennt. Dennoch zeugen viele Hinterlassenschaften davon, dass auch damals schon die Kunst eine wichtige Rolle im Leben spielte.
Grausame Riten der damaligen Zeit zeigen sich auch sehr deutlich in den Höhlenmalereien, die zum Beispiel von den Mayas und Inkas entdeckt wurden. Hier waren Menschenopfer keine Seltenheit. Auf grausame Art und Weise wurde den Göttern ein Menschenleben geopfert, ganz gleich, ob Krieger, Kind oder Jungfrau. Diese Ehrungen an die Götter spiegelten sich auch, verknüpft mit Legenden, in den Bildern wieder, die ganze Wände überdeckten. Da wird in einem Wandbild ein Mann geköpft, Schlangen winden sich aus seinem Hals, wohl aber ein Synonym für das spritzende Blut bei einer Enthauptung. Der Kult um die Götter ist auch die Vorlage für viele Schmuckstücke, in deren Herstellung schon die ältesten Völker große künstlerische Begabung zeigten und für die auch Gold und andere wertvolle Materialen verwendet wurden.
Heute gibt es immer wieder Archäologen, die Kunst der Antike finden, ausgraben und die Geschichte dahinter zu ermitteln versuchen. Beeindruckend sind aber natürlich auch die alten Gräber – hier denke man nur an die Pyramiden, die mit beachtlicher Baukunst errichtet wurden und in denen die tollsten Kunstwerke aus der jeweiligen Zeit als Grabbeigabe mit den Toten beerdigt wurden.

27 Jun