Jeder kennt den Sarkophag von Tut ench Amun, dem ägyptischen Pharao, der weltbekannt ist, obwohl er schon viele Jahre tot ist. Seine Grabstätte und sein Sarkophag sind deutliches Zeichen dafür, wie aufwendig und kunstvoll ein solches Herrschergrab in den alten Zeiten gestaltet wurde. Da wurde nicht auf Sparsamkeit geachtet, weder, was das verwendete Material, noch, was die Kunst um das Gebilde herum betraf. In der Antike wollte man den Herrschern ihren Reichtum mitgeben, was sich an den Grabbeigaben zeigte, aber auch an den Verzierungen, die die Sarkophage zeigten.
Sarkophag ist heute der Begriff für alle Steinsärge oder Leichenbehältnisse aus Metall. Eigentlich bezeichnet der Begriff aber eine Gesteinssorte, die für eine schnelle Verwesung der darin beerdigten Leichen sorgen sollte. Der Begriff hat sich aber eingebürgert, sodass heute Särge aus Stein, aus Bronze und anderen schweren Materialien als Sarkophag bezeichnet werden. Ein Sarkophag besteht aus einer Wanne, die meist aus einem Stück gefertigt ist, und einem Deckel, mit dem der Sarg dann verschlossen wird. Es gibt einfache und sehr schlichte Sarkophage, aber auch solche, die mit aufwendigen Reliefs behauen sind. Die bekanntesten Sarkophage stammen aus der Zeit des Hellenismus, aus der römischen Ära, aber zum Beispiel auch aus der Zeit von Karl dem Großen, der in einem sehr aufwendigen, schon fast als Kunstwerk geltendem Sarkophag aus dem zweiten Jahrhundert, gefertigt aus Marmor, in den Szenen hineingeschnitten sind. Er stammt aus der römischen Zeit und steht bis heute im Aachener Dom. Oft ließen alte Herrscher der Antike schon zu Lebzeiten Handwerker und Künstler an ihren Sarkophagen arbeiten, um sich selbst noch davon zu überzeugen, das alle Wünsche bezüglich ihres Begräbnisses eingehalten werden.

20 Aug