Unter dem Pseudonym Helmut vom Hügel präsentierte der deutsche Maler Helmut Kolle seine Bilder, die in Chemnitz nun in einer Ausstellung im Gunzenhauser Museum in der ehemaligen Karl Marx Stadt zu bewundern sind. Dabei stammen die Gemälde zum Teil aus dem eigenen Bestand des Museums, die anderen wurden aus Privatbesitz zur Verfügung gestellt, um die Menschen bis Ende April 2011 zu erfreuen. Beinahe 90 Bilder sind es, wie zum Beispiel das „Selbstbildnis im Jagdkostüm“ oder die „stehende Person mit Schirmmütze, alles Werke in kräftigen Farben. Insgesamt hinterließ der Maler, der 1899 geboren wurde und mit 32 Jahren im Jahr 1931 sehr früh verstarb, über 400 Kunstwerke, die in vielen Museen verteilt sind. Der deutsche Künstler wanderte nach Paris ab, wo er auch Erfolge verbuchen konnte; in seinem Heimatland kennen ihn nur wenige Kunstliebhaber.

Als Sohn eines Wissenschaftlers eher unüblich, wurde Helmut Kolle in der Kunst unterrichtet. Von seinem Geburtsort Charlottenburg aus, wechselte er im Jahr 1921 den Wohnsitz nach Berlin. Hier gelangen ihm die ersten, zaghaften Erfolge mit seinen Bildern, in Ausstellungen in der Hauptstadt. Mit 25 Jahren kehrte Kolle Deutschland den Rücken und suchte sein Glück in Paris. Das währte nicht lange, denn der Maler wurde von einer schweren Krankheit heimgesucht. Das veranlasste ihn nochmals zu Umzug, nach Chantilly. Die Ausstellung in Chemnitz steht unter dem Motto „Ein Deutscher in Paris“. Wer die Bilder betrachtet, bemerkt Einflüsse großer zeitgenössischer Maler, wie Picasso, Braque und Rousseau. Wer es einrichten kann, sich die Ausstellung auf den Terminplan zu setzen, hat noch fünf Monate Zeit, das Werk eines großen, wenngleich nicht überaus bekannten Malers zu betrachten.

date5 Nov
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