Eine schnelle Skizze mit dem Bleistift hat jeder von uns schon einmal gezeichnet, notfalls auf dem Telefonbuch, während eines langweiligen Telefonates, oder in der Schule, in den Fächern die außerhalb des Interesses lagen. Die meisten Menschen haben hier nur eingeschränkte Fähigkeiten, weil ihnen einfach das Vorstellungsvermögen fehlt. Man erinnert sich noch an die Kinderzeichnungen, die die Eltern sicher aufgehoben haben. Hier endet meistens schnell die Begeisterung für das Zeichnen, wenn man einfach nicht hinbekommen kann, was man vor dem geistigen Auge hat.
Die Technik für eine Bleistiftzeichnung ist ausgefeilter, als man auf den ersten Blick annehmen würde. Da wird mit klaren Linien, aber auch mit Schraffuren gearbeitet. Schatten und Licht spielen auch in einer solchen Zeichnung eine große Rolle. Farbliche Absetzungen erreicht man durch verschiedene Grautöne, durch unterschiedlich harte beziehungsweise weiche Bleistifte. Je klarer eine Linie sein soll, umso härter der Bleistift. Für verlaufende Konturen wählt man einen Bleistift, der sehr weich ist. Diese findet man mit der kleinen Aufschrift am Ende des Stiftes, wo zum Beispiel 6B als Klassifizierung angegeben ist. Die harten Stifte sind mit einem H gekennzeichnet. Die, die man eher zum Schreiben benutzt, tragen die Aufschrift HB.
Eine Bleistiftzeichnung ohne Radiergummi anzufertigen, ist schwer. Dennoch darf man den Unterschied zu einer Radierung nicht vergessen. Bei der Radierung wird aus dem Schwarz herausradiert, bei der Bleistiftzeichnung arbeitet man eher mit Schraffur- und Wischtechnik. Auf diese Weise kann der Künstler Landschaften, Porträts und alles, was sich realisieren lässt, auf Papier bringen. Glattes Papier ergibt andere Ergebnisse, als angerautes oder Noppenpapier.

18 Apr