Die Architektur hat so viele Spielarten, eine Geschichte seit Menschengedenken. Da ist es nicht verwunderlich, wenn es auch ein Museum gibt, in dem dieses Thema behandelt wird. Eines von vielen solchen Ausstellungshäusern ist das Deutsche Architekturmuseum, salopp DAM genannt, in Frankfurt am Main. Es gehört zur Museumsmeile in der Finanzhochburg am Sachsenhausener Mainufer.
Es gab eine Blütezeit für das Museum, als die Stadt noch viele Mittel übrig hatte, um solche Projekte zu subventionieren. Bereits kurz vor Ende des 20. Jahrhunderts blieben die Besucher aus, während zeitgleich die Mittel gestrichen wurden. Immer wieder diskutierte man, ob man das Museum nach Berlin verlegen sollte, oder ob es nicht ganz geschlossen werden muss. Man entschied sich letztendlich für das Gegenteil: Mit einer kompletten Sanierung des Gebäudes, einer Doppelhausvilla in Frankfurt-Sachsenhausen-Nord. Damit begann auch ein Kurswechsel, hin von der reinen Museumsfunktion, zu einer modernen Plattform für Ausstellungen, wo sich Industrie, Wirtschaft und natürlich moderne Architekten treffen sollen. Damit konnte nach dem Jahrtausendwechsel auch die Besucherzahl wieder nach oben geschraubt werden. Kompetente Fachleute und interessierte Laien geben sich heute die Klinke in die Hand.
Zwei konträre Punkte sollen hier auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden. Die Ästhetik der Baukunst und die landläufige Architektur, kulturelle Denkmäler und zukunftsorientierte, zweckmäßige Denkweisen sollen vereint werden. Das DAM wird von der Stadt Frankfurt finanziert. Dies betrifft aber nur den Erhalt der Häuser, sowie die Lohnkosten für das Personal und die Kosten für Heizung und so weiter. Alle Ausstellungen finanzieren sich durch Sponsoren. Zu diesem Zwecke werden die Ausstellungen und Veranstaltungen im Deutschen Architekturmuseum in das öffentliche Licht gerückt.

17 Apr