Ein leeres Blatt Papier, einige Farben auf einer Palette, vielleicht aber auch nur ein Stück Kohle oder ein Bleistift: Das kann am Ende das schönste Bild ergeben. So ganz einfach, ohne ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Man kann sich natürlich auch vornehmen, eine bestimmte Vorlage abzumalen oder zumindest in Anlehnung daran zu arbeiten. Ein Gesicht, eine Landschaft, ein Auto: Da hat man vor, ein detailliertes Bild dessen wiederzugeben, was man vor Augen hat. Im Freestyle Malen kommen die Ideen erst beim Zeichnen oder Malen. Nicht Ratlosigkeit ist es, die Maler zu solchen Bildern treibt. Es ist die Lust darauf, sich von der eigenen Kunst treiben zu lassen.

Nun kann ein solches fertiges Bild durchaus der naiven Malerei angehören. Es kann auch ein Aquarell entstehen, ein gestochen scharfes Ölbild oder ein abstraktes, ungewöhnliches Bild. Gerade die abstrakten Bilder sind es, die die Menschen zum darüber Nachdenken anregen, die Kritik herausfordern. Das Spiel mit Farben und Techniken ist hier natürlich oft sehr eigenwillig, wahrscheinlich werden auch einige Werke entstehen, die man lieber nicht aufhebt, weil sich am Ende einfach ein spontaner Einfall nicht umsetzen lässt. Aber dafür gibt es neues Papier, neue Farben und eine neue Stunde, in der man es einfach wieder probiert. Malen auf Kommando kann sehr eintönig sein, kann schwierig und fast undurchführbar werden. Zum Ausüben der eigenen Kunst braucht man Lust und Leidenschaft. Den Willen, jetzt etwas aufs Papier bringen zu wollen. Setzt man sich unter Zwang an die Leinwand, wird das meist nichts. Künstler sind oft schrullige, eigenwillige, aber eben talentierte und leidenschaftliche Menschen, die man an ihrem Tun nicht hindern, sie aber auch zu nichts zwingen sollte.

date11 Apr
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